Weißabgleich

Der Weißabgleich (WB | white Balance) ist eine Funktion, die es erlaubt die Kamera auf verschiedene Farbtemperaturen einzustellen.

Das Menschliche Auge verfügt über die Fähigkeit sich auf verschiedene Beleuchtungen und Lichtfarben einzustellen, wie sie von Leuchtstofflampen, Halogenleuchtmitteln oder der Sonne erzeugt werden.

Heutige Kameras bieten verschiedene voreingestellte, automatische und manuelle Farbkorrekturen an. Die Funktion wird in der Regel mit der Bezeichnung WB (white balance) abgekürzt und ist unter dieser Abkürzung auch häufig in der Kamera zu finden.

 

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Bei jedem Hersteller wird der Weißabgleich wieder anders eingestellt, deshalb habe ich auf folgenden Seiten die Einstellungen für die gängigsten Kameraarten zusammengetragen.Canon
Nikon
Panasonic-Lumix
Pentax
Sony

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Die Arten des Weißabgleichs  

Automatischer Weißabgleich – Auto WB
Hierbei stellt die Kamera vollautomatisch den Weißabgleich ein. Dabei misst das Gerät die größten hellen Flächen, davon ausgehend, dass diese lichtgrau oder weiß seien. Liegt der Anteil der grauen / weißen Flächen unter einem vom Hersteller vorgegebenen Wert, kann es zu einem Farbstich kommen.
Der Weißabgleich stößt in schwierigen Lichtsituationen schnell an seine Grenzen. So entsprechen die Farben bei Sonnenuntergängen, in der Dämmerung und Bei Bildern in denen eine Farbe gänzlich fehlt, selten den mit dem Auge wahrgenommenen.

 

Tageslicht
Liegt die Farbtemperatur bei ca. 5100K bis 5500K, was der Farbe des Sonnenlichts entspricht, kann man seine Kamera auf den Modus Tageslicht stellen. Das Tageslicht markiert in der Fotografie einen neutralen Referenzpunkt auf den sich andere Lichtfarben und Korrekturen beziehen. Bilder die nicht dem Sonnenlichtspektrum entsprechen, werden bei Blaustichen als kühler, und bei Rotstichen als wärmer bezeichnet.

 

Bewölkt
Hier liegt die Lichtfarbe schon bei ca. 6000K. Das Foto würde ohne Korrektur Bläulich erscheinen. Um die Farbtemperatur zu neutralisieren fügt die Kamera Rottöne hinzu.

 

Schatten
Noch höher liegt die Farbtemperatur bei Bildern im Schatten. Etwa 7000K bis 7500K. Die Kamera fügt noch mehr Rotanteile hinzu, damit das Bild wieder ein neutrales weiß erhält.

 

Kunstlicht
Kunstlicht hat etwa eine Farbtemperatur von 3500 bis 3800K. Bei dieser Farbtemperatur werden die Bilder sehr warm und haben gelegentlich schon einen starken Rot- oder Orangestich. Um diese Farben auszugleichen werden Blautöne hinzugefügt.

 

Leuchtstoff
Eine Besonderheit stellt die Korrektur von Fotos dar, die unter Floureszenzlampen entstanden sind. Die Farbtemperatur liegt bei ungefähr 4000K, hat jedoch einen spürbaren Grünanteil. Hier verändert die Kamera nicht nur die Farbtemperatur, sondern fügt auch Magenta-Anteile hinzu.

 

Blitz
Blitzlichteinsatz führt zu etwas kühleren Bildern als bei Tageslicht. Die Farbtemperatur liegt um 5500 bis 5700K. Dies wird mit dem Modus „Blitz“ behoben.

 
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Manueller Weißabgleich / Manual WB
Was soll der manuelle Weißabgleich? Ich habe doch schon einen Weißabgleich aus der Liste gewählt.Manchmal trifft man in der Fotografie auf Lichtsituationen in denen sich die Beleuchtung aus unterschiedlichen Lichtquellen zusammensetzt. Dies kommt in manchen Galerien, vielen Privathäusern und auch nächtlichen Stadtszenen vor. Die verschiedenen Leuchten produzieren unterschiedliche Farben, die den automatischen Weißabgleich der Kamera ziemlich durcheinander bringen können.In sogenannten Mischlicht-Situationen hat man nun die Möglichkeit den Weißabgleich mithilfe weißer, oder Grauer Flächen in der näheren Umgebung zu machen. Professionellere Fotografen bedienen sich hier einer sogenannten Graukarte. Diese ist nichts anderes als ein Stück Karton mit einem hellen Grauton.Um nun einen manuellen Weißabgleich zu machen, wird entweder eine weiße Wand, ein grauer Boden, oder die Karte fotografiert.Auf diesem Bild ist unter der momentanen Lichtsituation ein deutlicher Farbstich erkennbar. Dieser ist abhängig von den verschiedenen Farbanteilen im Licht.Nun wählt man das eben erstellte Foto als Referenz für den manuellen Weißabgleich aus. Die Kamera errechnet nun aus dem Bild den für die Situation optimalen Farbausgleich.

Hinweis! In nächtlicher Umgebung z.B. unter Neonreklamen und Schaufensterbeleuchtungen kann sich das Licht innerhalb weniger Meter deutlich ändern.

Hier empfehle ich den Weißabgleich Tageslicht bei gleichzeitiger Verwendung des Raw-Formats. Dieses Format ermöglicht anders als JPG, den Weißabgleich bei einer Bearbeitung verlustfrei anzupassen.

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Die Physik der Lichtfarben
Dem Thema „Physik des Lichts“ habe ich eine Eigene Seite gewidmet.
Wenn du noch Interesse am Thema Licht und Lichtfarben hast kannst du hier weiterlesen.

 

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Galerie und Tipps zum Fotografieren