Messmethoden

Die Messmethoden der Kameras zur Belichtungsmessung

Wer misst, misst Mist!
Leider auch gelegentlich die Kamera.

Doch um falsch belichteten Bildern entgegenzuwirken und die Kamera schon vor dem Belichtungsprozess zu unterstützen, hat man als Fotograf die Möglichkeit unterschiedliche Messmethoden für die Belichtungsmessung, auszuwählen.

Die verschiedenen Messtechniken bewerten auf unterschiedliche Weise die Helligkeit im Bild und haben je nach Situation Vor- und Nachteile, die ich hier erkläre.

 

Mehrfeldmessung / Matrixmessung

 Symbol der Mehrfeldmessung
Symbol der Mehrfeldmessung

Die Mehrfeldmessung ist die Standardeinstellung der meisten Kameras.

Mehrfeldmessung Bereich
Mehrfeldmessung Bereich

Dabei wird die Helligkeit über das Gesamte Bild gleichmäßig berücksichtigt und ein Mittelwert gebildet, der ausschlaggebend für die Belichtung ist. Dieser Modus empfiehlt sich besonders für Situationen in denen alles im Bild wichtig ist wie z.B. Landschaften tagsüber oder Gruppenbilder.

Die Mehrfeldmessung eignet sich jedoch nicht für Bilder mit harten Kontrasten.
Canon z.B. schreibt in den Handbüchern der Kameras, die Mehrfeldmessung sei für Gegenlichtaufnahmen geeignet. Diese Empfehlung kann ich nicht aussprechen.

 

Mittenbetonte Messung

Symbol der mittenbetonten Messung
Symbol der mittenbetonten Messung

Die Mittenbetonte Messung oder auch Integralmessung genannt, ist die Messmethode, die schon bei analogen Kameras zum Einsatz kam. Diese Einstellung ist recht universell in der Anwendung.

Mittenbetonte Messung Bereich
Mittenbetonte Messung Bereich

So wird hierbei wie bei der Mehrfeldmessung das gesamte Bild in die Belichtungsmessung einbezogen, jedoch wird die Mitte bei der Belichtung stärker berücksichtigt.

Diese Messmethode eignet sich besonders für Architektur oder Nachtfotografie.

Bildkompositionen mit kleinen oder besonders hellen / dunklen Objekten führen hier häufig zur Falschbelichtung.

 

Selektivmessung

Symbol der Selektivmessung
Symbol der Selektivmessung

Diese Messmethode arbeitet besonders schnell und ist damit häufig das Mittel der Wahl, in der Sportfotografie.

Messbereich Selektivmessung
Messbereich Selektivmessung

Die Selektivmessung beachtet bei der Belichtung nur einen kleinen Teil des Fotos. Ca. 8-10% des Sucherbereichs. Damit ist diese Messtechnik auch für Gegenlichtanwendungen geeignet.

Auch bei Objekten mit starken Kontrasten kann die Selektivmessung zu besser belichteten Bildern führen.

Einen Nachteil hat diese Messmethode doch. Bei der Verwendung des One-Shot Modus, muss das Objekt erst korrekt gemessen werden, um dann zum Arrangieren verschwenkt zu werden.

 

Spotmessung

Symbol der Spotmessung
Symbol der Spotmessung

Die Spotmessung arbeitet genauso wie die Selektive Messmethode. Dabei erstreckt sich die gemessene Fläche nur über 3-5% des Bildbereichs.

Spotmessung Bereich
Spotmessung Bereich

Gerade bei kleinen Objekten mit harten Kontrasten, Gegenlicht auf Konzertbühnen oder nächtlichen Skylines, spielt die Spotmessung ihre Vorteile aus. Doch auch im Sport ist die Spotmessung geeignet.
Diese Spotmessung ist leider nicht in allen Kamerasystemen vorhanden. Hier schafft kommt man mit der Selektivmessung wenigstens in die Richtung der Spotmessung.

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