Just One Flash

Tilo Gockel – Just one Flash
ISBN: 978-3864902093
dpunkt.verlag GmbH
1. Auflage 2015
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„Just one Flash“ ist entgegen meiner Erwartung als Blitzlehrbuch nur bedingt für Einsteiger geeignet.
Tilo Gockel jedenfalls, setzt solide Kenntnisse in der Fotografie und dem Dreisprung Blende, ISO, Belichtungszeit voraus. Auch sonst sind die aufgeführten Workshops weniger für den Anfänger als für den ambitionierten Fotografen gedacht. Weiterhin wird häufig von Profiequipment Gebrauch gemacht, wie verschiedenen L-Objektiven und speziellen Lichtformern.

Der Titel lässt bei allen Workshops und Erklärungen vermuten, der Autor bezöge sich nur auf die Verwendung eines Blitzgeräts. Leider ist dem nicht so. An einigen Stellen werden mehrere Blitzgeräte benötigt, um eine stärkere Lichtquelle zu erzeugen, um den gewünschten Bildlook zu erzeugen.

Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:
-Eine allgemeine Einführung in die Blitztechnik. Es werden die gängigen Fachtermini kurz erklärt. So z.B. Leitzahl, Messmethoden, Abstandgesetze, Through the Lens (TTL) und HighSpeedSync (HSS) In diesem Kapitel wird eher gelerntes Wissen wiederholt als neues angeboten. Grundwissen im Blitzbereich ist auch hier von Vorteil.
Der letzte Abschnitt in diesem Kapitel dreht sich um die Ausrüstung. Hier werden Portys und Aufsteckblitze verglichen und Systeme zum entfesselten Blitzen erläutert.

-Das zweite Kapitel befasst sich mit verschiedenen Szenarien der People-Fotografie und verschiedenen Blitztechniken. Abschattung, Schirm, Softbox, Available Light, Indirektes Licht und Beautydish werden hier umrissen. Die gezeigten Bilder sind technisch gut und erwecken einen ersten Eindruck, wie der jeweilige Lichtformer in etwa aussieht. Wer die Wirkungsweise von Lichtformern sucht ist mit anderer Literatur jedoch besser beraten. Die Einstellungen eines jeden Shootings sind detailliert erklärt und liefern so nützliche Ideen und Vorlagen, die zum Experimentieren und Nachmachen einladen.

– Kapitel drei befasst sich mit Objekten und ist für den Laien deutlich einfacher durchzuführen als die Personenshootings. Fototechniken wie Fokusstacking, Flash-Composite, Lightpainting und Durchlicht werden hier erläutert. Auch die Fotografie von Schmuck, Rauch und Wasserszenen in der Badewanne finden ihren Platz in diesem Absatz.

– Im vierten Kapitel wird die klassische Food-Fotografie erläutert, die für Rezeptbücher, Speisekarten und Blogger zum Einsatz kommen. Dieses Thema ist recht kurz, gibt aber einen ausreichenden Einblick in die Komposition von Essen und Lebensmittelnahen Stillleben.

– Das fünfte und letzte Kapitel behandelt Spezialfälle wie das Bouncen des Lichts über die Decke, um billiges Plastik hochwertiger erscheinen zu lassen, Lens-Flares und andere Spielereien.

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